Collection Robert



+ Portrait

- Monumental-Bilder

- Vogelaquarelle

- Raupenaquarelle

- Atelier im Ried

- Oberes Ried

- Haus im Jorat







Léo-Paul Robert
1851 Biel/Bienne – 1923 Le Jorat-Orvin

1851  19. März: Geburt in Biel. Im Herbst 1853 zieht die Familie in das Landgut „Unteres Ried“ (am Jurafuss oberhalb von Biel).

1864–1868  Sekundarschule in Neuenburg, danach Rückkehr ins Ried; erster künstlerischer Unterricht bei seinem Vater, Aurèle Robert, erste selbständige Werke.

1869–1871  Weiterbildung an der Münchner Kunstakademie, insbesondere bei Wilhelm von Kaulbach (1804–1874), ab 1870 arbeitet er unter der Führung von Dr. Julius Naue in einem Atelier, das er mit Freunden teilt. Einfluss des Malers Moritz von Schwind.

Ende 1871: Tod seines Vaters Aurèle, Rückkehr ins Ried 

1872–1873  Reisen nach Italien in Begleitung Naues (Verona, Mantua, Venedig, Ravenna, Pisa), längerer Aufenthalt in Florenz.

1873–1875  Vier Aufenthalte in Paris. Ende 1873 Beginn seines Kunststudiums an der Académie des Beaux-Arts, bei Jean-Léon Gérôme (1824–1904). Er schliesst eine dauerhafte Freundschaft mit dem Maler Eugène Burnand (1850–1921). Rückkehr ins Ried. In den Jahren 1873 und bis 1882 verbringt er jeweils den Winter in Paris und den Sommer im Ried.

1877  Verlobung und Heirat mit Berthe de Rutté; Portrait de Mlle B. de Rutté (1877) und Heirat. Der Ehe entstammen zehn Kinder, drei der Söhne werden ebenfalls Maler. Im Mai: Mitwirkung am Salon de Paris: er erhält eine Medaille für das Bild Les Zéphyrs d'un beau soir (Musée des  Beaux-­Arts de Neuchâtel, heute Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel [MAHN] genannt) .

1878  L'Écho (Kunstmuseum Bern). 

1878–1882  Erste Vogeltafeln für die Schweizer Schulen (Verleger: Daniel Lebet, Lausanne); Silbermedaille an der Exposition universelle in Paris (1882). 

1882  Zahlreiche Landschaften, darunter Premier Printemps (gekauft von Albert Anker, jetzt im MAHN). Beginn einer längeren Inspirationskrise. 

1883–1885  März 83: Krankheit, tiefe persönliche und religiöse Krise. Herbst 83: Reise nach Palästina, über die er später ein Buch schreibt (En Terre Sainte. Notes et croquis d’un peintre, Lausanne/Paris 1893). 

1886–1894   Ausschmückung des Treppenhauses im neu erbauten Musée des Beaux-Arts de Neuchâtel. Für die Realisierung seiner drei grossen Leinwand-bilder baut er sich ein neues Atelier im Unteren Ried. An seinen Ge-mälden arbeitet er acht Jahre lang. 1888 erwirbt er das Haus im Oberen Ried. 

1891  Er wird Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission (der u.a. auch Albert Anker angehört). Glasfenster La Loi und la Grâce für die protestantische Kirche von St. Blaise (NE).

1893  Anfang 93: Reise nach Florenz, Ravenna, Padua und Venedig. 

1894–1898  Ausschmückung der Decke und der Umrahmung der drei grossen Bilder im Treppenhaus des Musée des Beaux-Arts de Neuchâtel, in enger Zusammenarbeit mit Clement Heaton. 

1894–1918  Er wird Mitglied der Gottfried Keller-Stiftung. 

1896  Premier printemps (1882, MAHN) wird im internationalen Salon in Berlin ausgestellt und erhält eine Goldmedaille. 

1897   Grosses Mosaik für die Fassade des Historischen Museums in Bern (zu-sam-men mit Clement Heaton). Ende 1897, Auftrag der Eidgenossen-schaft für grosse Fresken am (ehemaligen) Bundesgericht  in Lausanne. 

1900–1901   Zwei Aufenthalte in Florenz mit seiner Frau und dem Sohn Théophile. Erste Arbeiten am Gemälde L'Humanité blessée. Buchillustrationen für Die schwarze Spinne von Jeremias Gotthelf (1797 - 1854). Übersetzung ins Französische durch seine Frau Berthe Robert . Le val d'Orvin (1901, Kunsthaus Zurich). 

1903–21  Es entstehen mehr als 500 Raupenaquarelle 

1905   Fertigstellung der zwei grossen Wandgemälde am damaligen Bundes-gericht in Lausanne (La Justice élève les Nations; L'Avènement de la Paix). 

1907  Glasfenster und zwei Tiefreliefs aus Bronze für das MAHN; Bau seines Hauses im Jorat/Orvin.

ab 1910   Wiederaufnahme seiner naturalistischen Arbeiten: zahlreiche Raupen- und Vogelaquarelle entstehen (zusammen mit seinem jüngsten Sohn Paul-André). 

1913   Fertigstellung des Triptychons L'Humanité blessée, das in Neuenburg und 1914 an der Schweizerischen Landesausstellung in Bern gezeigt wird: Misserfolg (nach 13 Jahren Arbeit). 

1915   Auszug aus dem Haus im Oberen Ried und Einzug im neuen Haus im Jorat/Orvin. Fortan verbringt er den Sommer dort und den Winter jeweils in St-Blaise.

1916  Ausschmückung der Kirche in Orvin. Les oiseaux dans la nature. 50 monographies d’oiseaux utiles (Text von Eugène Rambert und Farbillustrationen von L.-P. Robert, Verlag  Delachaux & Niestlé, Neuenburg). 

1910–1921   Wanderausstellung seiner Raupen- und Vogelaquarelle, die in Genf, Lausanne, Vevey und Bern grossen Erfolg haben. 

1917–1923 Es entstehen mehr als 400 neue Vogelaquarelle 

1923   10. Oktober: Tod von Léo-Paul Robert  (Jorat)