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Léopold Robert
1794 Les Éplatures/La Chaux-de-Fonds 1835 Venedig
1794 13. Mai: Geburt im Weiler Les Éplatures bei La Chaux-de-Fonds NE in einer Handwerkerfamilie.
1804 Schulen in Pruntrut (Porrentruy).
1805 Geburt seines Bruders Aurèle.
1808 Lehre als Spezereihändler in Yverdon.
1809 Lehre in einer Kupferstichwerkstätte in La Chaux-de-Fonds.
1810 In Paris Lehre beim Kupferstecher Charles-Samuel Girardet aus Le Locle. Im Herbst Aufnahme in die dortige Kaiserliche Akademie.
1812 Als Schüler im Atelier von Jacques Louis David beginnt er zu malen.
1814 Erhält den zweiten Preis beim „Grand Prix de Rome“ im Kupferstechen.
1816 Zum zweiten Mal Teilnahme am „Grand Prix de Rome“. Da Robert seine französische Staatsbürgerschaft verloren hat (das Fürstentum Neuenburg wurde beim Wiener Kongress 1815 wieder Preussen zugeschlagen) wird er ausser Konkurrenz gesetzt. Er kehrt nach La Chaux-de-Fonds zurück und malt vor allem Porträts.
1818 Der reiche Neuenburger Mäzen Roulet de Mézerac ermöglicht ihm einen Italien-aufenthalt. In Rom besucht er unter anderen das Atelier von Ingres an der „Académie de France“. Er knüpft wieder Kontakt mit ehemaligen Schülern Davids, so etwa mit Victor Schnetz. Er malt Kircheninnenräume nach der Art von François Granet. Um seinen Gönner zurückzahlen zu können und seine Familie zu unterstützen malt er zahlreiche kleinformatige Bilder mit zwei bis drei Figuren, die sich gut verkaufen.
1820 Zwei Monate arbeitet er in den „Termini“ und malt Gefangene von Räuberfamilien. Mit diesen Brigantendarstellungen hat er erste künstlerische Erfolge.
1821 Mit den italienischen Trachtenszenen trifft ihn der Ruhm „wie ein Blitzschlag“, vor allem in diplomatischen Kreisen.
1822 Sein Bruder Aurèle kommt zu ihm nach Rom, um ihm bei der Arbeit beizustehen. Erster Erfolg am Pariser Salon: Goldmedaille.
1823 Brand der Kirche San Paolo fuori le Mura. Die beiden Brüder malen dort die Ruinen.
1824 Ab 1824 bis zu seinem Tod unterhält Robert eine fruchtbare Korrespondenz mit Marcotte d’Argenteuil, einem hohen Beamten der französischen Verwaltung und Liebhaber der bildenden Künste. Am Salon kauft ihm der Herzog von Orléans den Neapolitanischen Sänger (L’Improvisateur napolitain) ab.
1825 Besucht den „Salon“ von Madame Récamier. Wird Mitglied der königlichen Akademie Berlin. Reise nach Neapel. Freitod seines Bruders Alfred. Seine Mutter und seine Schwester Adèle ziehen für 18 Monate zu ihm nach Rom. Zahlreiche internationale Kundschaft.
1827 Pariser Salon: Mädchen von Procida gibt einem Fischer zu trinken (Jeune fille de Procida donnant à boire à un pêcheur). Der Französische Staat kauft für das Musée du Luxembourg die Rückkehr von der Wallfahrt zur Madonna del Arco (Retour du pèlerinage de la Madone de l’Arc) (jetzt im Louvre, Paris).
1828 Beziehung zur Herzogin von Piacenza (kurze Liebschaft mit ihrer Tochter, Heiratsantrag). Juni: Ausflug in die Pontinischen Sümpfe mit seinem Bruder Aurèle. Tod ihrer Mutter in La Chaux-de-Fonds. Er knüpft Kontakte mit Chateaubriand.
1829 Zweite Reise in die Pontinischen Sümpfe. Freundschaftliche Beziehung zu Prinz Napoléon-Louis (Bruder Napoleons III). Verliebt sich in seine Frau Charlotte Bonaparte (Nichte Napoleons I.). Gibt ihnen Unterricht in Zeichnen und Kupferstechen.
1830 Juli Oktober: Reise nach Frascati. Rast der Schnitter in den Pontinischen Sümpfen (La halte des moissonneurs dans les Marais Pontins, Louvre, Paris), das als Stich weite Verbreitung fand.
1831 Verlässt Rom und begegnet in Terni Prinz Napoléon-Louis. Nach dessen Tod begibt er sich nach Florenz und trifft dort Prinzessin Charlotte Bonaparte. Triumph am Pariser Salon: König Louis-Philippe schlägt ihn zum Ritter der Ehrenlegion. Aufenthalt in La Chaux-de-Fonds, ab Dezember wieder in Florenz. Wird von nun an von Charlotte Bonaparte gemieden.
1832 Im Sommer Abreise nach Venedig, um seiner unglücklichen Beziehung mit Charlotte Bonaparte ein Ende zu setzen. Beschwerliche Entstehung seiner vierten grossen Komposition über die Jahreszeiten, den Winter: Ausfahrt der Fischer der Adria zum Fischfang auf hoher See (Le départ des pêcheurs de l’Adriatique pour la pêche au long cours, Musée d’art et d’histoire, Neuenburg). Dezember: Aurèle zieht zu ihm nach Venedig.
1835 20. März: Leidet an tiefer Depression und nimmt sich das Leben.
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