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Die Sammlung ROBERT entstand aus privater Initiative und durch jahrelanges Suchen nach magazinierten und teils verschollenen Originalaquarellen.
Am 15. Dezember 1972 garantierte der Gemeinderat der Stadt Biel (Beschluss-Nr. 1637) für den Erwerb der Sammlung von ca. 400 Raupenaquarellen des Malers Léo-Paul Robert die Hälfte des Ankaufspreises bereitzustellen.
Diesem Beschluss war die sehr erfolgreiche Ausstellung ungeachteter Schätze von Tier- und Pflanzenaquarellen der Maler Robert, organisiert vom Bieler Kunstverein, vorausgegangen. Die Ausstellung bewirkte die Gründung eines Initiativkomitees, unter dem Vorsitz von Dr. Heinrich Spinner, dem es gelang, dank grosszügiger privater Spenden, weiteren öffentlichen Zuwendungen sowie dem Entgegenkommen der Familie Robert folgende Aquarell-Serien hinzu zu erwerben, um sie wie die Raupensammlung davor zu bewahren, in alle Winde zerstreut zu werden:
- Von Philippe Robert: 13 Aquarelle als Vorlagen für die Feuilles dautomne
- Von Paul-André Robert die Aquarelle von 64 Pilzen, 27 Schmetterlingen Brasiliens, 34 Schmetterlingen Europas, 33 Insekten, 21 Libellen, 44 Vögeln, 15 Papageien und vieles anderes mehr
Im Jahre 1980 erfolgte dann die Gründung der Stiftung Sammlung Robert mit dem Zweck: Werke der Malerfamilie Robert, insbesondere Pflanzen- und Tieraquarelle und Zeichnungen von Léo-Paul Robert, Philippe Robert und Paul-André Robert zu sammeln, zu betreuen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu halten.
Und genau zehn Jahre, am 7. Dezember 1982, nach der Wiederentdeckung der naturhistorischen Darstellungen, konnte in Anwesenheit hoher Behördenvertreter das Musée Robert, Flora et Faune (Robert-Museum, Pflanzen und Tiere) in einer Liegenschaft der Stiftung Charles Neuhaus eröffnet werden. Das erste Bieler Kunstmuseum war entstanden.
Mit dem Ausbau der Gebäude an der Schüsspromenade zum Museum Neuhaus, 1993-1995, erhielt die Sammlung Robert, dank grossem finanziellem Engagement der Bauherrschaft, neue, den besonderen konservatorischen Anforderungen von Aquarellen speziell angepasste Räumlichkeiten. Und zu der eigenen Sammlung kamen bedeutende Dauerleihgaben hinzu: die Vogelaquarelle Léo-Paul Roberts von der Gottfried Keller-Stiftung, Philippe Roberts Fleurs du Jura vom Musée dhistoire naturelle de Neuchâtel und seine Flore alpine von der Stadt Biel.
Die Sammlung der Stiftung Robert Biel
umfasst folgende Werke:
Von Léo-Paul Robert:
500 Raupen-Aquarelle, -Zeichnungen und -Skizzen
87 Vogeltafeln (Depositum der Gottfried Keller-Stiftung),
zahlreiche einzelne Vogelbilder und die frühen Vogelbücher
zahlreiche diverse Gemälde
Von Philippe Robert:
84 Aquarelle der Alpenblumen (Leihgabe der Stadt Biel)
20 Aquarelle und Zeichnungen zu den Herbstblättern
zahlreiche Gemälde vor allem Landschaften und
diverse einzelne Aquarelle und Gouachen
Von Paul-André Robert:
180 Libellen-Aquarelle und -Zeichnungen,
Zahlreiche Skizzen und Studien
115 Pilz-Aquarelle und Studien
32 Aquarelle von Insekten sowie
zahlreiche Zeichnungen und Skizzen
60 Aquarelle von europäischen und
brasilianischen Schmetterlingen
50 Aquarelle von Raub-, Hühner-, Wasser- und Stelzvögel
15 Aquarelle von Papageien
40 Aquarelle von Tropischen- und Sumpfpflanzen sowie
zahlreiche Zeichnungen und Studien
30 Aquarelle von diversen Meerestieren
20 Aquarelle von Alpenblumen sowie
diverse Gemälde, Studien und Dokumente
Von den anderen Malern der Familie Robert:
Von Léopold, Aurèle und Théophile sind ebenfalls
einzelne Werke vorhanden.
Die Sammlung ist für Studienzwecke
im Depot zugänglich.
Im Archiv der Stiftung
befinden sich Tagebücher und die Korrespondenz
von Aurèle Robert, Julie Robert-Schneider, Léo-Paul Robert, Berthe Robert-de Rutté und zwar im Original und in einer kommentierten Transkription von Elisabeth Reichen-Robert, einer Tochter von Paul-André Robert.
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